WordPress ist für viele KMU die Standard­wahl — und das aus guten Gründen. Aber es ist nicht in jedem Fall die beste. Seit einigen Jahren bauen wir auch mit Grav, einem flat-file CMS, das viele Probleme von WordPress einfach nicht hat. Wann passt was? Eine ehrliche Antwort, ohne Lager­denken.

Wo WordPress weiterhin glänzt

  • Sie wollen einen Online-Shop (WooCommerce) oder Mitglieder­bereich
  • Mehrere Redakteure pflegen regelmäßig Inhalte
  • Komplexe Funktionen über fertige Plugins (Buchungs­system, Forum)
  • Sie wollen den Anbieter wechseln können — der Markt für WP-Entwickler ist riesig

Wo Grav (oder ein anderes Static/Flat-File-CMS) gewinnt

  • Klassische Visitenkarten- oder Unternehmens­seite (5–30 Seiten)
  • Maximale Geschwindigkeit ist Priorität
  • Wenig laufende Wartung — keine Plugin-Updates, keine Datenbank
  • Sicherheit ohne ständige Angriffs­fläche

WordPress ist ein Schweizer Taschenmesser. Grav ist eine Filet­schneide­messer. Für Brot brauchen Sie keins von beiden — aber wer richtig schneiden will, wählt das passende Werkzeug.

Performance: Der härteste Vergleich

Identische Inhalte, identisches Hosting, gleiches Design — Grav lädt im Schnitt 2× schneller als WordPress. Der Grund ist einfach: keine Datenbank, keine 80 Plugins, kein Theme-Layer mit Builder-Overhead. Bei Core Web Vitals macht das oft den Unterschied zwischen „grün" und „muss optimieren".

Performance-Diagramm auf einem Bildschirm
Geschwindigkeit ist kein Selbstzweck — sie ist ein Ranking-Faktor und ein Conversion-Hebel.

Wartung: Wer pflegt das?

Eine durchschnittliche WordPress-Installation hat 15–25 Plugins. Davon brauchen typischer­weise 3–5 jeden Monat ein Update. Wer das ignoriert, wird gehackt — keine Theorie, sondern Alltag. Grav hat keine Plugin-Pflicht, kein Update-Karussell, keine Datenbank-Backups. Wartung heißt hier: gelegentlich die Core-Version aktualisieren, mehr nicht.

Redaktion: Was geht schneller?

WordPress mit Gutenberg ist visuell intuitiver — wer einen Blog schreibt und dabei Bilder, Zitate und Embeds mischt, ist mit WordPress schneller. Grav arbeitet mit Markdown-Dateien. Für strukturierte Seiten ist das schneller; für freie Blog-Beiträge eine kleine Lern­hürde.

Unsere Empfehlung — pragmatisch

Wir schlagen Kunden Grav vor, wenn die Seite weniger als 30 Unter­seiten hat, kein Shop geplant ist und die Redaktion bei einer oder zwei Personen liegt. Bei allem darüber, oder wenn ausdrücklich WordPress-Erfahrung im Team vorhanden ist, bleiben wir bei WordPress mit dem Flatsome-Theme.

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