LLM-SEO: was belegt ist, und was nicht
Über KI-Sichtbarkeit kursieren viele Zahlen, die niemand nachprüft. Diese Seite trennt drei Dinge: was gemessen wurde, was plausible Praxis ohne Beleg ist, und was wir bewusst nicht tun. Stand August 2026.
Was tatsächlich gemessen wurde.
Belastbar ist wenig, aber es ist nicht nichts. Zwei Untersuchungen tragen den größten Teil dessen, was man heute seriös sagen kann.
Zitate und Statistiken im Text wirken
Aggarwal und Kollegen haben für die GEO-Studie (KDD 2024, arXiv:2311.09735) neun Textmethoden gegeneinander getestet. Vorn lagen zwei: eingebaute Zitate mit rund 41 Prozent mehr Sichtbarkeit und eingebaute Statistiken mit rund 37 Prozent. Am unteren Ende stand Keyword Stuffing, das die Sichtbarkeit um etwa 8 Prozent gesenkt hat. Die Studie hat ausschließlich Textmethoden untersucht.
Schema-Markup bringt keinen Zitier-Bonus
Ahrefs hat im Mai 2026 1.885 Seiten, die neu ein JSON-LD bekommen hatten, gegen eine Kontrollgruppe verglichen. Ergebnis: minus 4,6 Prozent in den AI Overviews, plus 2,2 Prozent im AI Mode, plus 2,4 Prozent bei ChatGPT. Das ist Rauschen. Wer Ihnen 30 bis 40 Prozent mehr Zitierungen durch Schema verspricht, beruft sich meist auf die GEO-Studie oben, in der Schema gar nicht vorkam.
FAQ-Markup ist tot, FAQ-Inhalt nicht
Google hat das FAQ-Rich-Result am 7. Mai 2026 abgeschaltet, HowTo ist ebenfalls aus der Search Gallery verschwunden. Der sichtbare Frage-Antwort-Block bleibt trotzdem wertvoll: Microsoft empfiehlt in seiner Bing-Guidance vom Februar 2026 ausdrücklich Überschriften, Tabellen und FAQ-Abschnitte. Der Aufwand gehört also in die sichtbare Struktur, nicht in neues Markup.
Was Praxis ist, ohne harten Beleg.
Diese Punkte machen wir, weil sie logisch begründbar sind und im schlimmsten Fall nicht schaden. Als bewiesen verkaufen wir sie nicht.
- Eindeutige Entität. Gleiche Firmierung, gleiche Adresse, gleiche Telefonnummer überall, dazu Verweise auf Ihre übrigen Profile. Ein Sprachmodell, das drei Schreibweisen Ihres Namens findet, hat drei schwache Signale statt einem starken.
- Fragen als Überschrift. Wer die Frage stellt, die der Nutzer eintippt, und direkt darunter mit einer Zahl antwortet, macht es dem System leicht. Das deckt sich mit der Bing-Guidance, gemessen ist der Einzeleffekt nicht.
- Eigene Daten. Wenn Sie eine Zahl veröffentlichen, die es sonst nirgends gibt, kann ein Modell sie nur bei Ihnen holen. Das ist der einzige Hebel, der sich nicht kopieren lässt.
- Zugang für die Bots. Wer OAI-SearchBot oder PerplexityBot in der robots.txt sperrt, ist in deren Antworten nicht vorhanden. Freigabe garantiert keine Erwähnung, Sperrung garantiert das Gegenteil.
Was wir nicht tun.
Vier Dinge, die in Angeboten regelmäßig auftauchen und für die es keine tragfähige Grundlage gibt.
- llms.txt aufwendig pflegen. Die Datei ist schnell angelegt und schadet nicht. Ein Beleg, dass die großen Systeme sie lesen, fehlt bis heute, und Google hat öffentlich gesagt, dass es sie ignoriert. Wir legen sie an und lassen es dabei.
- Texte künstlich verlängern. Zwischen Wortzahl und Zitierhäufigkeit besteht praktisch kein Zusammenhang. Eine Seite wird nicht zitierfähiger, weil sie 3.000 statt 900 Wörter hat.
- Auf 200-Wort-Häppchen zuschneiden. Die Systeme zerlegen Texte selbst, nach ihren eigenen Regeln. Manuelles Chunking optimiert auf eine Mechanik, die sich monatlich ändert.
- Keyword-Dichte steuern. In der GEO-Studie war das die einzige Methode mit negativem Ergebnis.
Was Unternehmen uns dazu am häufigsten fragen.
Bringt llms.txt etwas?
Wie prüfe ich, ob ChatGPT meine Firma kennt?
Wie lange dauert es, bis sich etwas ändert?
Warum nennen Sie Zahlen, die gegen Ihr eigenes Angebot sprechen?
Was kostet die KI-Sichtbarkeit bei Ihnen?
Wollen Sie wissen, wo Sie stehen?
Wir prüfen Ihre Site auf Entitätsdaten, Crawler-Zugang und Antwortstruktur und sagen Ihnen, was davon bei Ihnen fehlt. Ohne Versprechen, die sich nicht halten lassen.
