Was ist GEO? Generative Engine Optimization erklärt
GEO (Generative Engine Optimization) ist die Arbeit an einer Website mit dem Ziel, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und die Google AI Overviews ihre Inhalte in Antworten übernehmen und sie als Quelle nennen. Den Begriff hat ein Forschungsteam um Pranjal Aggarwal 2023 eingeführt; in Deutschland heißt dieselbe Arbeit oft LLM-SEO.
Woher der Begriff kommt.
Im November 2023 veröffentlichten Pranjal Aggarwal und fünf Mitautoren auf arXiv eine Arbeit mit dem Titel "GEO: Generative Engine Optimization" (arXiv:2311.09735), die ein halbes Jahr später auf der Informatik-Konferenz KDD 2024 angenommen wurde. Die Ausgangsfrage war für Website-Betreiber unbequem: Wenn eine Suchmaschine keine Trefferliste mehr zeigt, sondern aus mehreren Quellen selbst eine Antwort schreibt, wie kann ein Autor dann noch beeinflussen, ob sein Text darin vorkommt?
Die Forschenden haben neun Methoden getestet, einen Text umzuschreiben, und danach gemessen, wie sichtbar er in den erzeugten Antworten war. Eingebaute Zitate aus Quellen brachten rund 41 Prozent mehr Sichtbarkeit, eingebaute Statistiken rund 37 Prozent. Keyword Stuffing, also das ständige Wiederholen von Suchbegriffen, senkte sie um etwa 8 Prozent. In der Kurzfassung der Studie steht als Gesamtergebnis "bis zu 40 Prozent", verbunden mit dem Hinweis, dass die Wirkung je nach Themengebiet schwankt.
Wer diese Zahlen weitergibt, sollte zwei Einschränkungen mitliefern: Die Studie hat nur Textmethoden untersucht, strukturierte Daten kamen darin gar nicht vor, und gemessen wurde in einem eigenen Versuchsaufbau, nicht in ChatGPT oder den Google AI Overviews. Was wir daraus ableiten und was nicht, steht auf der Seite Was bei LLM-SEO belegt ist.
SEO, GEO und AEO im Vergleich.
| SEO | GEO | AEO | |
|---|---|---|---|
| Ziel | Platz in der Trefferliste von Google und Bing | in der KI-Antwort genannt und als Quelle verlinkt werden | die eine direkte Antwort liefern, die über den Treffern steht |
| Wer liest | ein Mensch, der auf einen Link klickt | ein Sprachmodell, das mehrere Quellen zusammenfasst | eine Suchmaschine, die einen Absatz herausschneidet |
| Signal | Relevanz, Links, Ladezeit, Technik | klare Fakten, Zahlen mit Quelle, eindeutige Firmenangaben | Frage als Überschrift, Antwort in zwei, drei Sätzen darunter |
| Messung | Positionen und Klicks in der Search Console | feste Testfragen, regelmäßig wiederholt | Featured Snippets und "Nutzer fragen auch" |
| Beispiel | "Webdesign Offenbach" auf Platz 4 | ChatGPT nennt Ihre Kanzlei bei "Anwalt Arbeitsrecht Offenbach" | Ihre Antwort auf "Wie lange dauert ein Relaunch?" steht oben bei Google |
Die drei Begriffe schließen sich nicht aus. Eine Seite, die für Google sauber gebaut ist, hat für GEO und AEO einen großen Teil der Arbeit hinter sich; umgekehrt hilft eine klare Antwortstruktur auch dem klassischen Ranking.
Wie eine KI-Antwort entsteht.
Angenommen, jemand fragt Perplexity: "Welcher Dachdecker in Offenbach repariert auch kleine Schäden?" Das System schickt die Frage zuerst in eine Websuche, holt sich eine Handvoll Seiten, liest sie und schreibt daraus eine Antwort mit zwei oder drei Betrieben. Neben den Namen stehen kleine Verweise auf die Seiten, aus denen die Angaben stammen.
Für Ihre Website folgen daraus zwei Bedingungen. Sie muss in dieser Websuche überhaupt auftauchen, sonst liest das System sie nie. Und sie muss die gesuchte Angabe so klar enthalten, dass das Modell sie ohne Umweg übernehmen kann: Der Satz "Wir reparieren auch einzelne Ziegel, ohne das ganze Dach neu zu decken" lässt sich zitieren, "Ihr Partner rund ums Dach" nicht.
Nicht jedes System arbeitet gleich. ChatGPT sucht nur bei Bedarf im Netz und antwortet sonst aus seinem Trainingswissen, während Google die AI Overviews aus dem eigenen Suchindex baut.
Was GEO an einer Website konkret ändert.
Die meiste Arbeit steckt in den Texten. Antworten stehen direkt unter der Frage, Zahlen bekommen Quelle und Datum, und jeder Absatz behandelt einen Gedanken. Das ist der Teil, dessen Wirkung die Studie tatsächlich gemessen hat. Mehr dazu unter Content-Signale.
Ihre Unternehmensangaben müssen überall gleich lauten: Name, Adresse, Leistungen und Einzugsgebiet auf der eigenen Website, im Google-Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen. So kann ein Modell Ihr Unternehmen eindeutig zuordnen. Siehe Entity-SEO.
Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen beim Einordnen einer Seite. Einen messbaren Zitier-Bonus bringen sie nach einer Auswertung von Ahrefs vom Mai 2026 nicht; wir bauen sie trotzdem ein, weil Google sie für die normale Suche nutzt. Siehe Schema-Markup.
Die Datei llms.txt bietet KI-Systemen eine Kurzfassung der Website an. Offiziell wertet sie bisher kein großer Anbieter aus, sie kostet aber wenig Zeit und schadet nicht. Siehe llms.txt.
Was GEO nicht kann.
Eine Nennung in ChatGPT kann Ihnen niemand garantieren. Die Antworten ändern sich von Anfrage zu Anfrage, auch bei gleicher Frage, und die Anbieter legen nicht offen, nach welchen Regeln sie Quellen auswählen. Wer mit festen Prozentzahlen wirbt, zitiert meistens die Studie von 2023 und lässt weg, dass sie in einem Versuchsaufbau lief.
Messen lässt sich GEO trotzdem, nur anders als SEO. Wir legen mit Ihnen eine Liste fester Testfragen fest, etwa Ihre Leistung plus Ort, und stellen sie in regelmäßigen Abständen an ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google. Gezählt wird, wie oft Ihr Unternehmen genannt und wie oft Ihre Seite als Quelle verlinkt wird. Eine einzelne Abfrage sagt wenig; erst der Verlauf über mehrere Wochen zeigt, ob sich etwas bewegt.
Häufige Fragen zu GEO.
Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
Brauche ich GEO, wenn meine SEO gut ist?
Ist GEO dasselbe wie LLM-SEO?
Wie misst man, ob GEO wirkt?
Was kostet GEO bei Ventas Webdesign?
Wird Ihr Unternehmen in KI-Antworten genannt?
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was ChatGPT und Perplexity heute über Ihr Unternehmen sagen, und wo Ihre Website dafür Angaben liefert oder nicht.
